Freitag, 29. April 2011

Coromandel/Northland

Hier mal wieder ein paar Neuigkeiten aus Neuseeland:

Ich bin letztendlich 6 Tage in Whitianga auf der Coromandel Halbinsel geblieben, konnte aber kaum etwas unternehmen, da das Wetter sich drastisch verschlechtert hat nach Ostersonntag. 

Am Mittwoch bin ich dann weitergefahren und kam abends, nach einer unmenschlich langen Busreise, in Paihia an, welches noch einmal 4 Stunden oberhalb von Auckland liegt.
So bin ich jetzt im Prinzip fast am noerdlichsten Punkt Neuseelands und hatte hier zwei Dinge vor: Eine Bootstour machen und mit Delfinen schwimmen und dann eine Tour in den noerdlichsten Norden machen, wo es keinen oeffentlichen Verkehr mehr, aber dafuer das beruehmte Cape Reinga (Tasmanisches Meer und Pazifik treffen aufeinander) und den Ninety Mile Beach gibt.

Als ich die Tour in den Norden dann gestern buchte, wurde mir schon dringendstens davon abgeraten, die Bootstour zu machen, da das Wetter so schlecht ist (es regnet 24 Stunden,.ist relativ kalt und unglaublich windig), dass man erstens kaum was von der Bootsfahrt hat und zweitens es unmoeglich sein wird, ins Wasser zu gehen und mit den Delfinen zu schwimmen.

Nach dieser grossen Enttaeuschung buchte ich also nur die Tour in den Norden, eine 11 stuendige Tagestour im Bus zusammen mit anderen Reisenden. Abgerechnet wurde durch meinen Buspass (fuer den oeffentlichen Verkehr), anstatt zu bezahlen, wurden mir einfach 11 Stunden von meinem Pass abgezogen, der aus bezahlten Fahrstunden besteht. Heute morgen bin ich dann also um 6 Uhr aufgestanden und der Bus hat mich und noch ein paar andere Reisende abgeholt und wir machten uns auf den Weg Richtung Norden. 

Nachdem wir in einen Wald gefahren waren, der die dicksten Baeume der Welt enthaelt (Kaori Baeume), und diese bestaunt hatten, bekam der Busfahrer die Nachricht, dass es heute unmoeglich sein wuerde, an unser Ziel zu kommen: wegen des schlechten Wetters und dem tagelangen Regen seien bei der einen Strasse ale Bruecken geschlossen und die Strasse am Ninety Mile Beach entlang koennte man nicht entlang fahren, da sie vollkommen ueberflutet sei (was hauptsaehclih mit der eigentlichen Flut und zusaetzlich mit den uebergetretenen Fluessen und Baechen zu tun hatte). Nachdem wir uns daraufhin noch einen maechtigen Wasserfall auf dem Weg angeschaut hatten, fuhren wir also zurueck nach Paihia und sie boten uns entweder das Geld zurueck an (oder in meinem Fall: meine Fahrtstunden) oder wir konnten uns entscheiden, die Tour ein anderes Mal zu machen, zum Beispiel morgen. Nun hatte ich aber schon fuer morgen meine Weiterfahrt und das Hostel im naechsten Ort gebucht und entschied mich, die Tour also zu vergessen. Als ich das alles geklaert hatte, kam dann sowieso eine zustaendige Frau in den Bus und erklaerte, dass sie gerade die Nachricht bekommen haetten, dass die Strassen nach oben bis mindestens Montag gesperrt werden sein wuerden.

Das wars dann also mit meinen Plaenen hier oben. Fast noch trauriger als ueber die abgeblasene Tour in den Norden bin ich eigentlich ueber das Schwimmen mit Delfinen, auf das ich mich wirklich gefreut habe. Es ist aber nun eindeutig Herbst hier geworden und das heisst nicht, braune Blaetter, frische Brise und kuehler Sonnenschein, sondern 24 Stunden lang Regen und Wind, sodass ich das Schwimmen mit Delphinen wohl erst einmal vergessen kann...

Dass man bei dem Wetter auch keine Alternative hat, als den ganzen Tag drinnen zu hocken, zu lesen, kochen, quatschen, Filme zu gucken, wenn man eigentlich in Neuseeland ist, um atemberaubende Natur zu erleben, macht die Sache nicht gerade besser.

Naja, immerhin hatte ich bei meinen vorigen Reisen eigentlich immer wahnsinniges Glueck mit dem Wetter. Ich habe viele Leute getroffen, die auf ihrer Reise um die Suedinsel so gut wir nur starken Regen hatten, keine Ausfluege und Wanderunge machen konnten und welche kaum etwas von der Natur gesehen haben, da es so verhangen war. Und wirklich gibt es ja im Fjordland zum Beispiel auch im Sommer weitaus mehr Regentage als Sonnenschein, sodass wir auch unserer Reise viel, viel Glueck hatten. 
Deshalb versuche ich mein Pech gerade und die dicken Regenwolken und Nebenschwaden nicht allzu schwer zu nehmen und das Beste daraus zu machen.

OK, ich hoffe, ihr hattet alle ein paar schoene Ostertage!
Manche von euch hab ich gesprochen, manche nicht (Papa, ich kann dich nicht erreichen, habe weder eine aktuelle Festnetznummer, noch eine aktuelle Emailadresse von dir...).

Bis bald dann wieder,
ich hoffe, euch haben die Berichte und Fotos unserer Reise gefallen,

dei Freddy

Donnerstag, 21. April 2011

Nelson Lakes NP, Kaikoura, Banks Peninsula

Nun hatten Flo und ich noch 10 gemeinsame Tage vor uns und wir beschlossen, nachdem wir bisher ein wenig „durchgeeilt“ waren, nun das Tempo zu drosseln und nach all den tollen Sachen, die wir schon gesehen hatten und Orten, die wir besichtigt hatten, darauf zu konzentrieren, uns die verbleibende Zeit füreinander zu nehmen. Schließlich hatten wir uns über drei Monate nicht gesehen und viele Wochen sollten noch vor uns liegen, in denen der völlig unterschiedliche Alltag, die Zeitdifferenz von 12 Stunden und nicht weniger als eine halbe Weltumrundung örtlicher Distanz unsere Beziehung nicht gerade vereinfachen würden.

Zuerst fuhren wir weiter Richtung Norden und kamen abends am Lake Rotoroa an, welcher einer der beiden Seen ist, aus denen der „Nelson Lakes National Park“ besteht. Auf dem Weg hielten wir kurz an der längsten Schwungbrücke (ist dies das richtige deutsche Wort? Ich weiß es gar nicht so genau… Jedenfalls „Swingbridge“) Neuseelands an und machten einige lustige Fotos, wie wir sie überquerten und auch von der schwindelnden Höhe. Morgens machten wir dort eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall und fuhren ungefähr eine Stunde weiter zum zweiten See, Lake Rotoiti. Dieser ist der bekanntere von den beiden und am Anfangspunkt der vielen Wanderungen befindet sich ein kleiner Ort (St Arnaud), in welchem direkt am Ufer gelegen ein sehr gut ausgestatteter DOC-Campingplatz liegt (mit Duschen, Strom, Gasherden in der Kochhütte). Dort blieben wir für zwei Nächte und machten am nächsten Tag eine längere Wanderung um die Spitze eines Berges herum, der neben dem See aufragt (Mt Robert Circuit).

Die Abende haben wir wie immer damit verbracht, im van zu liegen und auf dem Laptop einige interessante Filme zu schauen. So schauten wir zum Beispiel an einem dieser Abende „Temple Brandin“, ein sehr rührender und empfehlenswerter Film über die Geschichte der jungen Frau Temple Brandin in den 60er Jahren, welche sich trotz stark ausgebildetem Autismus durch Schule und Universität schlägt und anfängt, für Zeitungen zu schreiben, vor allem über ihre eigenen Erfindungen bezüglich verbesserter Verhältnisse für Rinderhaltung und Schlachtung. Der Film selbst ist aus einem sehr subjektiven Blickwinkel Temple`s gedreht und gibt dadurch wahnsinnig guten Einblick in diese einzigartige Denkweise, Realitätswahrnehmung und Intelligenz.

Daraufhin sind wir weiter nach Blenheim gefahren, haben getankt und eingekauft und haben dann auf einem weiteren DOC-Campingplatz in Picton übernachtet. Dann ging es im Prinzip die ganze Ostküste wieder runter Richtung Christchurch.

Auf halber Strecke liegt Kaikoura, ein bekannter Ort für Fischfang, Wal-und Delphin-Sichtung und Schnorkeln. Dort sind wir auch noch mal zwei Nächte auf einem Campingplatz geblieben, haben jedoch kaum etwas unternommen, weil es die meiste Zeit in Strömen geregnet hat. Als wir uns schon weiter auf den Weg Richtung Christchurch machen wollten, haben wir dann, als doch noch ein paar Sonnenstrahlen durch kamen, an der „Kaikoura Peninsula“ Halt gemacht, der kleinen Halbinsel vor Kaikoura, wie sie auch Dunedin und Christchurch haben. Dort haben wir eine kleine 2-Stunden-Wanderung unternommen und sind dann weiter gefahren. 

Nun hatte sich herausgestellt, dass Flo’s Flug nicht, wie er mir immer gesagt hatte, am 26. Zurück nach Auckland ging, sondern einen Tag später, sodass wir das Hostel in Christchurch umbuchten und uns noch zwei Tage nahmen, um auf die „Banks Peninsula“ zu fahren, die Halbinsel, welche (70km) vor Christchurch liegt. Dort suchten wir einen abgelegenen Campingpatz an einer Bucht auf und übernachteten dort. Am nächsten Tag erkundeten wir die Halbinsel ein wenig und dabei muss ich gestehen, bin ich gefahren… Das hatte ich schon öfter auf unserer Reise, natürlich immer nur auf so kaum befahrenen Straßen, wo ein Mal in der halben Stunde mal eine Menschen Seele vorbei kommt, oder halt auf kleinen Wegen oder Campingplätzen. Nachdem ich mit Flos Auto ja schon in Polen, Deutschland und Frankreich so manche Feldwege lang gedüst bin, muss ich sagen, dass mir das Fahren mit dem Bus für viele, viele Kilometer in Neuseeland jetzt letztendlich eine gute Sicherheit am Steuer gegeben hat und ich jetzt keine „Angst“ mehr habe, ein Auto zu steuern, wie ich es lange Zeit hatte. Dies ist auch ein Faktor, warum ich, sobald ich wieder in Deutschland bin, jetzt doch mal endlich meinen Führerschein machen möchte.
Wir sind also nach Akaroa gefahren, dem einzigen wirklichen Ort auf der Halbinsel, sind dort ein wenig geschlendert und haben uns gegen einen viel zu teuren Restaurant-Besuch und dafür für Einkaufen von leckeren Kochzutaten entschieden und haben unsere eigenen Pizza-Kreationen mit Tomatensauße, Pesto, Gemüse und verschiedenen Käse-Sorten auf indischem Naan-Brot gebraten…;)

Nach einer weiteren Nacht auf dem Campingplatz in der Bucht (Okains Bay) und einem kleinen Strandspaziergang ging es zurück nach Christchurch. Wir hatten extra in Akaroa noch einmal ein paar Liter nach getankt, weil bei dem ganzen Auf und Ab auf der Halbinsel der Spritverbrauch einfach gigantisch war. Womit wir allerdings nicht gerechnet hatten, war ein unglaublich starker Wind der uns auf der Fahrt von der Seite her fast weg gepustet hätte und natürlich unseren Bus nochmal mehr verbrauchen ließ. Nach mehreren tausend Kilometern rund um die Südinsel von Neuseeland und 20km vor unserem Endziel Christchurch… Ging uns mitten auf der Landstraße der Sprit aus und wir konnten nur noch ein wenig zur Seite rollen…

Somit machte sich Flo auf den Weg, hielt den Daumen raus und wurde schon gleich von zwei jungen Männern mit in den nächsten Ort genommen, der nur 2km entfernt war. Sie liehen ihm einen Kanister aus, er holte Sprit (übrigens Diesel) und wurde von einer netten Dame wieder mit zurück genommen. Wir waren sooo erleichtert und es war gar nicht so schlimm gewesen, wie wir gedacht hatten! Wir füllten also den Tank auf und wollten weiter fahren. Aber der Motor sprang einfach nicht an…

Nach etlichem Probieren konnten wir nur noch ratlos da sitzen. Ich hatte die Idee, dass es daher kam, dass wir so schräg am Rand standen und die paar nachgefüllten Liter vielleicht nicht „erkannt“ wurden, doch die Tankanzeige war nicht mal mehr auf Reserve. Aber schon ein paar Minuten später (das schätze ich übrigens sehr an der neuseeländischen Mentalität) hielt ein LKW-Fahrer und fragte uns, ob wir ein Problem hätten und ob er uns irgendwie helfen könne. Er probierte einiges aus und kam zu dem Schluss, dass in der Pumpe irgendwie durch das Starten ohne Diesel Luft hineingezogen wurde, die man jetzt erst einmal wieder raus lassen müsse (oder so… fragt mich nicht, ich habe KEINE Ahnung von Autos). Jedenfalls meinte er, er könne das selber leider nicht machen. Wir telefonierten daraufhin ein wenig rum, holten uns Rat ein von dem Engländer, den wir kannten und der Chef war bei unserem Autoverleih, er konnte uns auch nicht weiter helfen. 

Am  Ende blieb uns nichts anderes übrig, als den „neuseeländischen ADAC“ zu rufen, bei dem der Autoverleih Mitglied war und zu hoffen, dass das Abschleppen und die Reparatur nicht unser gesamtes Budget sprengen würde. Sie meinten, in einer Stunde wär jemand da, doch wir warteten in diesem unglaublich starken und kalten Wind auf der Landstraße fast drei Stunden lang. Als der Typ dann kam, wollte er uns erst weißmachen, dass wir versehentlich Benzin und nicht Diesel nachgefüllt hatten, was wir aber abstritten. Dann hantierte auch er an dieser Pumpe herum, einfach nur länger und doller als Flo und der Mann von vorhin und auf einmal… Sprang der Motor wieder an….. Oh Mann! Er fuhr uns dann noch die 2 km bis zur Tankstelle hinter her, wir tankten noch mehr nach und dann düste er davon: keine Kosten! Wir waren soooo erleichtert!

Somit kamen wir endlich in Christchurch an, checkten ins Hostel ein und schliefen noch eine Nacht im Bus auf dessen Parkplatz (immer schön sparen…). Am nächsten Tag räumten wir all das Zeug aus dem Bus, putzen ihn stundenlang blitz und blank und gaben ihn nachmittags beim Autoverleih wieder ab. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, Sachen zu sortieren, Flos Rucksack zu packen, Auberginen-Lasagne zu backen, Fotos und Filme zu sortieren, den Shuttle für den nächsten Tag zu buchen usw. usw…

Am nächsten Tag mussten wir sehr früh raus (6 Uhr) und nach drei Stunden Schlaf hatten wir ein kurzes Frühstück, räumten all unsere Sachen aus dem Zimmer, wurden von Shuttle abgeholt und fuhren zum Flughafen.

Am 27. März um 08.40 Uhr musste Flo an Board seines Flugzeuges nach Auckland gehen und mir (wie auch ihm) viel der Abschied sehr schwer.

Es regnete in Strömen an diesem Tag und nachdem Flo weg war, musste ich irgendwie versuchen mit den öffentlichen Bussen wieder zum Hostel zu kommen, was nicht gerade einfach war, da ja das Bus-Verkehrsnetz völlig durcheinander und unstrukturiert ist, seitdem die gesamte Innenstadt (inklusive dem Busbahnhof) wegen des Erdbebens gesperrt ist.

Damit endete unsere wunderbare Reise. Ich werde sie noch ewig in Erinnerung behalten, habe mehr als 1500 Fotos von diesen knapp 6 Wochen und denke noch sehr oft an die Zeit zurück.

Hier ein paar Fotos von dem letzten Abschnitt unserer Fahrt (Nelson Lakes National Park, Picton, Kaikoura, Banks Peninsula):





Momentan bin ich ja auch mal wieder unterwegs: Heute morgen habe ich nach 6 Nächten meine Bus der Inspiration verlassen und habe den Bus genommen nach Whitianga, einem etwas größeren Ort auf der Coromandel Halbinsel. Hier habe ich auch endlich wieder freies Internet in der Bibliothek... Da ich mitbekommen habe, dass es in den nächsten Tagen sehr schwierig ist, noch eine Unterkunft zu bekommen, habe ich gerade hier mein Hostel verlängert und werde so über Ostern und dann bis Dienstag hier bleiben. 
Schon morgen haben ein paar Mädels aus meinem Gemeinschaftsraum und ich geplant, gemeinsam ein Auto zu mieten und zum berühmten Hot Water Beach und den Cathedral Caves zu fahren. Sonst gibt es hier noch schöne Wanderwege und es gibt Fahrräder und Kajaks zum Ausleihen.
Ich wünsche euch allen frohe Ostern!
Bis bald, Freddy

Dienstag, 19. April 2011

Westcoast


Der Tag auf der kleinen Halbinsel am See Wanaka begann für uns mit einem kleinen Müsli-Frühstück in unseren Campingstühlen am Strand. Dann ging die Fahrt weiter nach Haast.

Auf dem Weg machten wir kurz Halt an den „Gates of Haast“, einer Brücke, die denn Anfang der Westküste kennzeichnet und von einem großen Wasserfall umspült wird. Auch in Haast (Pop. 300) selbst, einem relativ kleinen Ort, stoppten wir kurz, um uns ein paar Sandwiches zu machen.


Dann erreichten wir die eigentliche Westküste und hatten tolle Ausblicke auf den Ozean und die tropische Küste. Unser Ziel war an diesem Tag der „Fox Glacier“, ein sehr berühmter Gletscher, zu dessen Aussichtspunkten wir wanderten.


Bevor wir auf unseren DOC-Campingplatz direkt an der Küste und 12km außerhalb von Fox Glacier Village fuhren, machten wir eine weitere Wanderung um den auf dem Weg liegenden „Lake Matheson“, einen sehr schönen See, der auch einer der Spiegelseen Neuseelands ist und in dem sich der im Hintergrund wieder zu sehende Mt Cook und die umliegenden Gebirgszüge spiegelten. Die Wanderung um den See dauerte ca. 1 ½ Stunden.

Am nächsten Tag ging es den Highway der Westküste weiter Richtung Norden, nämlich zum zweiten bekannten Gletscher: dem „Franz Josef Glacier“. Eine Wanderung führte in ca. 1 Stunde direkt an den Fuß des Gletschers, nämlich über das in diesem Moment ausgetrocknete Flussbett des Gletschers. Im Frühling, nach großem Frieren und Schneefall, wenn es wärmer wird, schmilzt ein großer Teil des Eisberges und läuft dieses ca. 150m breite, steinige Flussbett hinunter.

Danach fuhren wir den wunderschönen Highway weiter rauf nach Greymouth (Pop 10 000), einer weniger schönen Stadt, die aber dafür größer ist als die meisten Orte an der sehr dünn besiedelten Westküste. Dort übernachteten wir auf einem Holiday Park (sehr gut ausgestatteter Campingplatz, auf dem es mal wieder die Möglichkeit gab, zu duschen, Wäsche zu waschen, in einer richtigen Küche zu kochen, Elektronik aufzuladen und für ein paar Minuten Internetzugang zu haben).

Nachdem wir am nächsten Tag ein paar Einkäufe erledigt hatten, fuhren wir für einen Tagesausflug weiter Richtung Norden, nämlich nach Punakaiki, wo die sehr bekannten, bemerkenswerten „Pancake Rocks“ zu finden sind. Ein kleiner Rundweg gibt Aussicht auf die von hohen Wellen umspülten Klippen und Felsen, welche mit ein wenig Fantasie einem riesigen Haufen übereinander gestapelter Pfannkuchen (Ostis: Eierkuchen;) gleichen. Nach einem kleinen Nickerchen im Van fuhren wir am frühen Abend zu einer kleinen, nahegelegenen Bucht, in der wir ganz allein waren und bei wunderschöner, untergehender Sonne Sprungfotos am Strand machten und den letzten gemeinsamen Abend genossen.

Abends kamen wir wieder nach Greymouth zurück, kochten was Schönes, Franzi packte ihre Sachen und um Mitternacht… haben wir „Happy Birthday“ gesungen: Flo hatte Geburtstag! Franzi und ich hatten im Van ein paar kleine Sachen vorbereitet: Luftballons aufgeblasen, Muffins geholt (Backen konnten wir leider nicht), „Happy Birthday“-Kerzen darauf gesteckt, Süßigkeiten , wie auch unsere Geschenke verteilt. Es gab wie so oft abends Orangensaft, Radler und entspannte Musik.

Am nächsten Morgen in der Früh (7 Uhr) haben Flo und ich Franzi zum Bus gebracht: für sie war damit unsere Reise zu ende. Sie nahm den Bus durch die Alpen (an „Arthur’s Pass“ vorbei, wo ich vorher schon allein zum Wandern hingefahren war) nach Christchurch, nahm von dort aus nachmittags den Flug nach Auckland und dann weiter nach Sydney, Singapur, London, Berlin.

An diesem Tag hatten wir den stärksten Regen auf unserer gesamten Fahrt (im Gegensatz zu vielen anderen, von denen ich gehört habe, hatten wir super viel Glück mit dem Wetter, fast nur Wärme und Sonnenschein. Das ist schon sehr ungewöhnlich, wenn man überlegt, dass es allein im Fjordland im Jahr weitaus mehr Regentage als trockene Tage gibt). Das miese Wetter nutzten Flo und ich dazu, an diesem Tag einfach mal zu entspannen, ein paar Filme zu schauen, einzukaufen, und unsere weitere Reise zu planen.



Mein nächster Eintrag wird der letzte sein über unsere große gemeinsame Reise.


Doch seitdem ist schon wieder eine ganze Weile vergangen und ich habe schon einiges Neues erlebt und bin weit gereist, damit ich nicht immer so viel hinterher bin mit meinen Berichten, werde ich unter der Bildergallerie kurz zusammen fassen, was ich seitdem so erlebt habe, und wo ich mich in diesem Moment gerade aufhalte…


Nachdem ich Flo in Christchurch am 27. März zum Flughafen gebracht hatte, bin ich noch zwei Tage im Hostel (ja, in dem Hostel, in dem ich so lange gearbeitet habe, es ist eines der wenigen in Christchurch, welches nicht beim letzten Erdbeben zu Schaden gekommen ist). Dort hab ich natürlich etwas Trübsal geblasen und hab mich ziemlich einsam gefühlt, da ich auf einmal, nach fast 6 wundervollen Wochen mit Flo und Franzi, wieder allein war und am liebsten mit zu Flo ins Flugzeug gestiegen wäre. Das einzige, was mich trösten konnte, war die Vereinbarung mit Flo, dass ich meinen Flug umbuche und doch ein wenig früher zurück komme, als ich es eigentlich geplant hatte:


Ich fliege nun offiziell am 30. Mai!


Dann habe ich den Bus wieder die Küste hoch nach Picton genommen (Pop 4 000), dem kleinen Ort, von dem jeden Tag die Fähre rüber auf die Nordinsel (nach Wellington) geht. Dort habe ich mich mit meiner Freundin Anisa getroffen, mit der ich in Christchurch lange im Hostel gearbeitet hatte (sie war noch bis vor kurzem dort die Rezeptionistin). Wir haben zusammen den „Queen Charlotte Track“ unternommen, eine 5-tägige Wanderung, auf den Landzungen entlang, die die „Marlborough Sounds“ kennzeichnen. Da wir auf DOC-Campingplätzen gezeltet haben, die direkt am Ufer lagen, konnten wir den Luxus genießen, dass ein Boot jeden Tag unser schweres Gepäck abgeholt und zum nächsten Zeltplatz gebracht hat, sodass wir nur kleine Tagesrucksäcke zu tragen hatten. Dieser Transport war inklusive, da sie uns am ersten Tag erst einmal zum Anfang des Wanderweges mit dem Boot fahren mussten. Es waren schöne Tage, die Wanderung war nicht allzu schwer, wir haben tolle Aussichten gehabt und uns auch untereinander gut verstanden.


Zurück in Picton habe ich zwei Tage später die Fähre hinüber nach Wellington genommen und mich damit auf meiner Reise von der wunderschönen Südinsel verabschiedet.


Die Fährfahrt selbst war diesmal nicht so angenehm, wir ich sie mir vorgestellt hatte: Obwohl es ein riesiges Schiff ist (mehrere Decks, mehrere hundert Menschen und Autos, Restaurant, Cafés, Bars, Kino, Shops…) schwankte es bei dem schlechten Wetter, das wir hatten, so sehr, dass man das Gefühl hatte, in einem kleinen Segelboot zu sitzen. Es wankte hin und her, Wellen spritzten bis an die gesamten Fenster der oberen Decks und natürlich – wurde fast die gesamte Fähre unglaublich Seekrank. Mir persönlich ging es sehr schlecht und ich kann mich nicht daran erinnern, wann mir das letzte Mal so übel gewesen ist.


Letztendlich erreichten wir nach 3 Stunden Fahrt Welllington, wo ich mir 2 schöne Tage machte, das berühmte Te Papa Museum besuchte (neuseeländisches Nationalmuseum mit vielen wechselnden Ausstellungen und bleibender Ausstellung über Geschichte und Kultur der Maori), zum „Beehive“ schlenderte („Wespennest“, welches die Form beschreibt, in der der Sitz der Regierung gebaut wurde) und ein wenig die Straßen und Läden Wellingtons erkundete.


Danach ging es mit dem Bus weiter nach Wanganui (ca. 3 Stunden entfernt, Pop. 40 000), einer süßen Stadt an der Westküste, in der ich hoffte, die Chance zu haben, zum Whanganui National Park zu gelangen, um dort den berühmten Wanganui River entlang kayaken zu können. Doch der Nationalpark selbst, wie sich herausstellte, war 140 km entfernt, der Transport dahin sehr aufwendig und teuer, mal von den Kosten des Kajak-Verleihs ganz zu schweigen. Also entschied ich mich dagegen, blieb 2 gemütliche Tage in Wanganui und fuhr dann mit dem Bus weiter die Westküste hoch nach New Plymouth.


New Plymouth (Pop 45 000) liegt im District Taranaki, benannt nach dem nicht weit entfernten Mt Taranaki im Mt Egmont National Park. Ich blieb 5 Tage in New Plymouth, das Hostel war gemütlich, ich konnte jeden Tag umsonst in der Bibliothek ins Internet, es gab große, billige Supermärkte um die Ecke, die Küstenpromenade 5 Minuten entfernt, nette Leute im Hostel und ich machte einen Tagesausflug zum Mt Taranaki. Mit zwei Deutschen und einem Dänen, die auch in meinem Hostel übernachteten, buchte ich einen Shuttle, der uns früh morgens zum Visitor Centre im National Park brachte, von dem all die Wanderungen los gingen. Ich machte einen langen Rundweg (ca. 4 Stunden) ungefähr bis zur Hälfte des Berghanges (insgesamte Höhe des Mt Taranaki (aktiver, schneebedeckter Vulkan): 2518m. Nachmittags holte uns der Shuttle wieder ab und fuhr uns zum Hostel zurück.


Zwei Tage später überlegte ich mir mein letztes Reiseziel, bevor ich mir wieder eine Arbeit irgendwo suchen wollte: Coromandel, eine sehr schöne Halbinsel östlich unterhalb von Auckland. Ich nahm also den Bus nach Hamilton (4 Std), übernachtete dort einmal (scheußliche Stadt) und fuhr am nächsten Tag weiter nach Coromandel Town (weitere 3 ½ Stunden und Pop 1,620). Auf der Halbinsel gibt es schöne Küsten, die berühmten „Cathedral Caves“ (sagenumwobene Felsbrocken im Wasser), den Coromandel Forest Park und den Hot Water Beach, bei dem man um eine bestimmte Uhrzeit (Ebbe/Flut) sich ein Loch im Strand graben kann, dann kommen verschiedene kalte, warme und heiß blubbernde (der Norden der Nordinsel ist von Vulkanen übersäht, allein Auckland ist auf 50 kleinen Vulkanen erbaut) Zuflüsse und machen das Sandloch zu einem persönlichen Whirlpool.


Doch diese Attraktionen habe ich noch nicht gesehen, im Moment befinde ich mich noch in Coromandel Town, in dem absolut schönsten und gemütlichsten Hostel, dass ich in Neuseeland besucht habe: ein Grundtück voller tropischer Pflanzen, überdachten Sofas, Bänken und Kuschelecken, Das Wohnzimmer und die Küche und alle Zimmer sind mit allerlei Urlauberinnerungen aus Europa, Asien und Afrika dekoriert. Das beste jedoch: sie hatte vergessen, mich nach meiner Buchung für eines der Gemeinschaftszimmer einzutragen und als ich ankam, waren alle voll: dafür überließ sie mir für nur ein paar Dollar mehr ein eigenes Doppelzimmer. Aber wie sich schon bald herausstellen sollte, ist das kein gewöhnliches Doppelzimmer: es ist abseits vom Haupthaus ein kleiner uralter Camping-Hippie-Bus aus Holz mit einer kleinen Veranda, bestimmt 10 verschiedenen kleinen Fensterchen, einem riesigen erhöhten Doppelbett, Spiegeln, einer Sitzecke, Schränkchen, einem roten Himmel über dem Bett und eine Lichterkette darum herum, indische Kissen, Muscheln, Teppiche, Vorhänge, selbst gemalte Bilder, einem kleinen Treppchen zum Bett hinauf… Es ist einfach traumhaft! Ich fühle mich so pudelwohl und es tut gut nach dem ganzen unterwegs sein, mal ein wenig auszuruhen, zu lesen, zu schreiben, keine Rücksicht auf andere Reisende im Zimmer zu nehmen (ich habe ungelogen die letzten 5 Monate immer mit mehreren, oft wildfremden Menschen das Zimmer geteilt). Es sind so kleine Sachen, wie den Fakt, dass es oft nur eine Steckdose für alle gab, dass man abends und morgens leise sein musste, zu einer bestimmten Zeit das Licht aus ging, man keine Privatsphäre zum telefonieren hatte (ich bin in diesem Monaten überall wo ich war zum Telefonieren mit Flori abends immer um den Block gelaufen, manchmal für Stunden), dann dass man nur ein Bett und den Boden davor für seine Sachen hat, dann natürlich immer auch die Sache mit den Wertgegenständen, inwieweit man diese unbeaufsichtigt im Zimmer lassen kann…


All diese Sachen lassen es mich gerade mal wieder so sehr schätzen, ein Zimmer für mich allein zu haben. Ich kann meine Sachen ausbreiten, meine Elektronik laden, kann ins Bett gehen, wann ich will, ausschlafen, so lange ich will, bin nicht gezwungen, mit anderen zu reden, kann jeden Abend in Ruhe und gemütlich drinnen mit Flo telefonieren. Da die Eigentümerin eine wirklich nette ist, hat sie mir für den Spezialpreis sogar noch fünf weitere Nächte hier zur Verfügung gestellt, als sie gemerkt hat, dass ich mich so wohl fühle. Dieser eigene Bus hier hat nämlich auch noch mehr Vorteile: er wirkt unheimlich inspirierend! Ich arbeite jetzt täglich an meinem kreativen Schreiben und mache große Fortschritte. Manche Menschen würden meinen momentanen Zustand Vereinsamung nennen, doch für mich ist es eher ein Teil des Prozesses, ich lebe allein in diesem Bus, lese, schaue Filme, esse ab und zu mal was und widme mich die meiste Zeit des Tages Kurzgeschichten, Schreibübungen, Notizen und Ideen. Dadurch, dass ich den ganzen Tag eigentlich mit niemandem rede, fließt meine ganze Energie und mein Mitteilungsbedürfnis in meine Texte.


Unten seht ihr ein paar Bilder von meinem kleinen Künstler-Bus. Fotos vom Queens Chalotte Track und von der Wanderung am Mt Taranaki kommen demnächst.


Liebe Grüße aus dem Bus der Inspiration!


Das kleine Treppchen zum Eingang...

Voilá: meine eigene Veranda!

Der Blick aus meiner Tür...

Der Blick in mein kleines Reich hinein...

Mein riesiges Bett mit Fenstern drumherum

Bank und Tür

meine kleine Sitzecke

Kommode und Spiegel

Tür mit Glasfenstern in Form von Kerzen...

mein Bett abends, drum herum: eine Lichterkette

Warnung: "Benutze keine Kerzen. Du weißt, warum: Du kannst dich verbrennen, oder schlimmer: du könntest sterben..."...;)

Freitag, 15. April 2011

Fjordland

Nach einer erholsamen Nacht auf dem Campingplatz in Te Anau (Pop 3000) fuhren wir erst mal in die Stadt, um ein wenig Wäsche zu waschen und ein zu kaufen. Dann ging es weiter: den berühmten Highway nach Milford Sound (120km) entlang. 
Dieser führt durch Regenwälder, an schönen Seen entlang, gibt Aussichten auf die Fjorde, enthält einen recht langen, einspurigen Tunnel („Homer tunnel“) und schlängelt sich mehrere Berge hoch und runter. Wir machten an mehreren Stellen halt, um Fotos von der Umgebung zu machen oder kleine Wanderungen zu unternehmen, wie sie so oft am Wegrand ausgeschildert sind. So liefen wir zum Beispiel eine halbe Stunde durch den Urwald zu den sogenannten „Blue Pools“, ein paar Flussausläufen, die eine wunderschöne, türkise Färbung hatten.

Letztendlich erreichten wir am späten Nachmittag Milford Sound, den einzigen ohne Boot oder Hubschrauber erreichbaren Fjord, der mit seinem mittig gelegenen „Mitre Peak“ wohl das berühmteste Wahrzeichen der Natur Neuseelands ist. Leider war es schon spät, gerade Ebbe (wodurch sich der Mitre Peak nicht im Wasser spiegelte) und die Sonne stand genau dahinter, sodass die Aussicht nicht so atemberaubend auf uns wirkte, wie wir erhofft  hatten und wie uns oft erzählt wurde. Nach ein paar Fotos und einer kleinen Wanderung zu einem Aussichtspunkt machten wir uns wieder auf den Rückweg (der Milford Highway ist eine „Einbahnstraße“ und endet am Milford Sound, um weiter zu fahren, muss man die gesamte Strecke nach Te Anau zurück fahren). Auf ungefähr halber Strecke bogen wir in einen kleinen Weg ein, der in 12km zum „Hollyford Valley“ führte. Dort beginnt der, wie auch der Kepler und Milford Track, sehr beliebte Routeburn Track (einziger Nachteil dieses mehrtägigen Wanderweges: er ist kein Rundweg und am Ende kommt man westlich von Queenstown raus, einer Straßenentfernung von über 300km). 
Wir blieben dort eine Nacht auf dem Campingplatz und machten uns am nächsten Tag (nach einer kleinen Wanderung zu den „Humboldt-Falls“, dem Wasserfall, den wir unten auf den Fotos vorgeben, zu trinken) wieder den Milford-Highway weiter zurück auf den Weg nach Te Anau. Unterwegs stoppten wir um uns sogenannte „Mirror-Lakes“ anzusehen, ein paar kleine Tümpel, die durch bestimmte Bedingungen so still stehen, dass sich die Berge darum herum fast identisch spiegeln. Komischerweise war an diesem Tag ein wenig Bewegung in den Seen und somit die Spiegelung nicht sooo gelungen. Von Te Anau aus, sind wir nun die 2-3 Stunden nach Queenstown hoch gefahren. Kurz vor Queenstown ergaben sich wunderschöne Aussichten auf den See Wakatipu (sehr groß und direkt bei Queenstown) und die Berge ringsherum.





Daraufhin erreichten wir Queenstown.




Queenstown und Wanaka


Am ersten Abend in Queenstown (Pop 11 000) hatten wir vor, nach langer Zeit mal wieder Essen zu gehen. Das stellte sich schwieriger heraus, als wir erwartet hatten: erstens muss man die Vorlieben und Geschmäcker von drei unterschiedlichen Individuen auf einen Nenner bringen und dann damit noch ein Lokal in Queenstown finden, welches nicht das ganze Budget eines Backpackers sprengt. Am liebsten wollten wir Pizza essen gehen, oder Lasagne, hauptsache italienisch, doch das wäre um einiges zu teuer gewesen, auch die Inder wollten mehr, als wir geben konnten. Somit endete die Suche nach ein paar Stunden damit, dass Franzi und ich uns etwas in einem türkischen Bistro zum mitnehmen holten (Döner und Falafel) und Flo sich einen „Footlong“ bei Subway bestellte. Als es dunkel wurde, fuhren wir raus aus der Stadt zu einem DOC-Campinplatz ca. 10km außerhalb, aber dafür direkt am See.

Am folgenden Tag erkundeten wir Queenstown ein wenig, obwohl es nicht allzu viel zu sehen gibt, denn die Stadt ist doch kleiner, als man sich vorstellen mag und Neuseeländische Städte sich so wie so nicht gerade die Bombe. So verbrachten wir einige Zeit im Internet-Café, um mal wieder ein wenig Kontakt zum Rest der Welt herzustellen. Zum Abendbrot machten wir uns einfach demonstrativ (und alternativ zu den ganzen Leuten, die ihr Geld in den überteuerten Restaurants und Cafés lassen) auf der Straße hinten in unserem Van leckere, angebratene Sandwiches, wie wir sie auf unserer Reise so oft gemacht hatten. Wir hielten einfach irgendwo an, wenn wir Hunger hatten, holten unseren kleinen Kocher heraus und belegten die Brote oder machten uns kurz Nudeln. Meistens kochten wir aber unsere richtigen Mahlzeiten abends und das war Gourmet, sag ich euch…. Meist hergerichtet vom Chefkoch Flo persönlich (von wem auch sonst), hatten wir jeden Abend eine kleine Festspeise auf unseren Plastiktellern: Reis mit Kokos-Gemüse-Curry, Nudeln aller Art mit Saucen aller Art, Kartoffel-Ei-Gemüse-Käse-Aufläufe…

Nach einer weiteren Nacht auf einem DOC-Campingplatz außerhalb von QT fuhren wir weiter nach Wanaka (Pop 5 000, ca. 2 Stunden). Dort besuchten wir einen „Freund-vom-Freund“ von Flo, der dort wohnt und dessen Gäste wir für zwei Tage. Franzi schlief im Van auf seinem Grundstück und Flo und ich hatten sogar ein eigenes Zimmer in seinem Haus. Abends gingen wir alle zusammen ein Bier trinken und am nächsten Tag hieß es erst einmal: entspannen. Franzi verbrachte den Tag und Abend mit zwei Freundinnen aus Israel, die sie dort getroffen hatte und Flo und ich waren nach dem ganzen unterwegs sein einfach mal faul, guckten ein paar Filme und Serien und kochten was Leckeres. Abends kam dann in den Nachrichten (gerade an dem einzigen Tag unserer Reise, an dem wir mal fernsehen konnten) die erschreckenden Bilder vom Erdbeben und Tsunami in Japan.

Den nächsten Tag verbrachte wir vor allem damit, unsere Sachen zusammen zu packen, spät zu frühstücken und dann (weil so herrliches Wetter war) an den Strand des Lake Wanakas zu gehen (direkt im Stadtzentrum) und das erste Mal zu Baden!
Dann fuhren wir weiter Richtung Westküste und kamen an einer der schönsten Szenerien vorbei: die Berge im Licht der Abendsonne, welche den Lake Hawea und Lake Wanaka umgeben. Wundervoll!
Übernachtung auf einem DOC-Platz direkt auf einer Mini-Halbinsel des Sees Wanaka.



Und bald geht’s weiter mit meinen Reiseberichten…

Donnerstag, 14. April 2011

Kepler Track

Und schon kommt der nächste Eintrag...
Da ich nicht weiß, ob ich in den nächsten Tagen wieder so gut und billig (Bibliothek hat hier 10 Stunden freies Internet...) ins Internet komme, dachte ich, ich nutze meine letzten Stunden, um mit meinen Reiseberichten weiter zu kommen.


Nach den Catlins sind wir dann also nach Invercargill gefahren und waren damit am südlichsten Süden der Südinsel Neuseelands angekommen (Stewart Island ausgenommen). Wir haben dort eine Nacht übernachtet, eingekauft und getankt. Abends haben wir wie an den meisten Abenden wie verrückt "Skull" gespielt, ein Kartenspiel, von dem wir regelrecht süchtig geworden waren (nach Rommé und Canasta). An diesem Abend um Mitternacht haben wir auch Flos mein  2-Jähriges gefeiert! :D


Am nächsten Tag sind wir Richtung Fjordland aufgebrochen - genauer gesagt Te Anau, der einzig wirkliche Ort in dieser dünn besiedelten Gegend, die größtenteils aus für Menschen nicht erreichbarer, unberührter und geschützter Natur besteht.


Wir haben mal wieder eine Nacht auf einem DOC-Campingplatz außerhalb von Te Anau geschlafen und am nächsten Tag gings früh los (mit Packen und Essen vorkochen), denn Flo und ich hatten Großes vor: Die 3- bis 4-tägige Wanderung des Kepler-Tracks!


Der Kepler Track ist neben dem Milford und Routeburn Track der bekannteste Wanderweg Neuseelands und für die meisten Naturliebhaber und sportlichen Reisenden ein Muss. Er ist 60 km lang. ist ein Rundweg, der in Te Anau anfängt und aufhört und welcher durch die verschiedensten Vegetationen führt. Schlafen tut man entweder im Zelt auf bestimmten Plätzen der DOC oder in deren Hütten, die aber relativ teuer sind. Es gibt auf dem Weg nichts - außer Natur: keine Straßen, keine Läden, keine Hotels, keine Duschen, kein Strom, keine Mülleimer. Es führt eben direkt durch den Fjordland National Park. So mussten wir natürlich auch alles mit im Rucksack haben: Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Anziehsachen, Erste-Hilfe-Kästchen, Essen, Wasser, Kocher, Geschirr und Besteck.... Also insgesamt ein Gewicht von 12-15kg auf dem Rücken.


Franzi hat uns bis zum Anfangspunkt des Wanderwegs gefahren und dann waren wir plötzlich mitten in der Natur, ganz allein.


Tag 1
Die ersten 1 1/2- 2 Stunden führten durch den Urwald, flach und wunderschön am Ufer des Sees von Te Anau. Dann wurde es steiler und für die nächsten 4 Stunden ging es durch den Wald weiter bergauf - an diesem Tag um die 1100m hoch, bis wir das Ende des Waldes errreichten und auf den offenen Wiesen des Berghanges einen tollen Blick über die Landschaft hatten: über den See Te Anau, weit über Te Anau hinweg, um die 120km weit reichte die Sicht - und das in jede Richtung. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir unsere Unterkunft für die Nacht: "Luxmore Hut", diese Hütte war für die erste Nacht die einzige Schlafmöglichkeit, da dort oben natürlich das Campen verboten haben. Und wirklich wehten abends ein so starker Wind, vermischt mit peitschendem Regen, dass wir froh waren, drinnen zu sein. Diese Hütten sind nur mit dem Allernötigsten ausgestattet: Toiletten, einem Gemeinschaftsraum mit Tischen, Bänken, Spülbecken und Gaskochplatten, und Gemeinschaftsschlafräume (bis zu 50 Personen) mit breiten Doppelstockbetten (1-3 Personen) , bestehend aus einer Holzplatte und einer Sportmatte als Matratze. 
Wir haben uns also erstmal in unsere Schlafsäcke gekuschelt und haben uns nach dem anstrengenden Aufstieg ein wenig ausgeruht. Danach gab es Reis mit einer Curry-Gemüsesauße und einem kleinen Kaffee.


Tag 2
Bevor wir am nächsten Tag weitergewandert sind, haben wir von unserer Hütte aus erstmal einen Abstecher zu den nahe gelegenen "Luxmore Caves" gemacht, Höhlen, in denen man gut ausgerüstet (vor allem mit Taschenlampen) hineinkriechen konnte. Das war schon beeindruckend, all diese verschiedenen Gesteine, wie sie von der Decke tropfen oder auf dem Grund vom kleinen Bächlein abgewaschen werden. Die Höhlen werden immer tiefer und enger, man kann garnicht sagen, wie lang sie genau sind oder auch nur, wie weit wir hinein geklettert sind,man verliert einen Sinn für die Entfernung da drin. Es waren vielleicht um die 100m.


Dann sind wir zu unserer Hütte zurück, haben unsere Rucksäcke aufgesetzt und sind weiter gewandert. Es ging weiter hoch: bis wir die Spitze des 1450m hohen Mt Luxmore erreicht hatten. Von dort sind wir dann die einzelnen Spitzen und Berghänge hoch und runter gewandert: dabei haben sich mehr als atemberaubende 360°-Aussichten auf das um uns herum liegende Fjordland ergeben! Wir waren auf einer Höhe mit all den anderen Bergspitzen um uns herum und haben herunter geschaut auf die Seen und Fluss/Meerläufe zwischen den ganzen Landzungen (hat mich sehr an meine Vorstellung von Norwegen erinnert). Es war mit Sicherheit die schönste Natur, die ich je gesehen habe! Die Wolken unter uns und um uns herum, ab und zu fing es an, bei dem Sonnenschein ein wenig zu schneien, was wundervoll war! Ich hätte tausende von Fotos machen können. Und wieder mal ging es mir so, dass die Aussicht noch schöner wurde durch das Wissen, dass man dort nicht gerade mit dem Helikopter hoch geflogen oder mit dem Auto hoch gefahren ist: nein, man ist die 1400m selbst hinauf gestiegen, hat all seine Kräfte zusammen genommen und hat sich und alles, was man für 3 Tage in der Natur braucht, diesen Berg hochgeschleppt. Und dies war nun wie die wundervollste Belohnung überhaupt...
Nachdem wir ca. 4 Stunden die Berghänge und Spitzen entlang gewandert waren, ging es wieder bergab, auf der anderen Seite. Anders als viele erwarten, ist der steile Abstieg (vor allem mit viel Gepäck und für Stunden) mindestens genauso anstengend, wenn nicht noch schlimmer als der Aufstieg: alles Gewicht lastet auf den Gelenken, man knickt um, macht ruckartige Bewegungen, "fällt und stößt" eher auf, als das man geht oder steigt. 
Kurz vor der Dämmerung erreichten wir dann den "Iris Burn"-Campingplatz, daneben die dazu gehörige Hütte. Wir bauten das Zelt auf und wollte gerade etwas kochen - als der Kocher außer Kontrolle geriet und wir ein kleinen Unfall mit dem Zelt hatten: es war nun zu großen Teilen weggeschmolzen... Ein Glück konnten wir die meisten unserer Sachen noch retten und als die DOC-Rangerin der Hütte kam (Janet), erfuhren wir tolle Hilfsbereitschaft: sie gab uns ein Zelt, dass andere Wanderer da gelassen hatten, baute es mit uns auf uns lud uns dann in ihre kleine Hütte zum Abendbrot und eine heiße Tasse Schokolade ein. So verbrachten wir den Abend bei ihr, quatschten und hatten sogar die Chance, zu duschen.


Tag 3
Wir ließen das Zelt bei Janet und wanderten die letzten ca. 7 Stunden durch den Busch zum sogenannte "Rainbow Reach", dem Punkt der Strecke, an dem man wieder an die Landstraße und einem Parkplatz kommt. Dieser Tag war zwar sehr simpel zu wandern (eigentlich nur durch den Wald und der Weg war auch relativ flach) doch auch sehr lang und nach den sehr anstrengenden vorangegangenen Tagen und einer Nacht, in der wir nicht gut geschlafen hatten, machte sich große Erschöpfung spürbar und wir konnten es irgendwann gar nicht mehr erwarten, wieder sitzen und liegen und entspannen zu können. 
Am "Rainbow Reach" erwartete uns schon Franzi mit dem Bus und fuhr uns zurück nach Te Anau, wo wir in einem Campingpark noch ein wenig gekocht haben, ein kleines Bierchen getrunken, geduscht haben... und dann in die Kissen gesunken sind.


Es war also im Großen und Ganzen eine wunderbare Erfahrung, atemberaubende Natur, eine stolz gemeisterte Herausforderung und 3 wirklich tolle Tage mit Flo!


Hier sind ein paar der Bilder:





Mittwoch, 13. April 2011

The Catlins

Von Mount Cook aus sind wir dann nach Dunedin gefahren, wo ich ja ein paar Wochen vorher schon allein war, es ist ganz schön dort, viele Cafés, eine große Musikszene und schottische Architektur. Die meiste Zeit haben wir aber auf der Halbinsel vor Dunedin verbracht (Otago Peninsula), wo es schöne Strände und tolle Aussichten von den Bergen auf die Buchten gibt. 
Von Dunedin sind wir dann weiter südlich zu den Catlins gefahren, dass ist ein Küstenabschnitt, bergig, mit tollen Stränden, Felsen, Höhlen, Regenwald, Wasserfällen, Robben, Pinguinen, Seelöwen, Muscheln...
Dort sind wir 3/4 Tage lang von einem Zeltplatz zum nächsten gefahren und haben uns tagsüber verschiedene Orte auf dem Weg angeguckt, zum Beispiel verschiedene Wasserfälle (zu denen man meist eine Weile gewandert ist), Höhlen in den Küstenfelsen, Aussichtspunkte, Strände (oft übersäht mit Robben oder Seelöwen, die sich im Sand oder in den Dünen ausruhen). Diese Seelöwen können ganz schön gewaltig sein: bis zu 3,50m lang und 450kg schwer (Männchen), wirken sie schon recht einschüchternd, wie sie da neben einem am Strand liegen. Doch sie sind eigentlich sehr harmlos, hauptsache man macht einen Bogen um sie, stellt sich nicht zwischen sie und das Ufer oder den Rest ihrer Gruppe oder stört sie in ihrem Schlaf.
In einem kleinen Ort namens Papatowai haben wir dann noch eine unheimlich tolle Ausstellung besucht, genannt "Lost Gipsy Gallery" von einem ganz kreativen Köpfchen der die verrücktesten Sachen erfunden/konstruiert hat: ein Sammler von allem, was andere Leute wegschmeißen. Seine Gallerie ist in einem alten, verrosteten Bus untergebracht und ist schwer zu beschreiben, ein absolutes Paradies für verrückte Köpfe, wohin man schaut. Ich habe versucht, ein wenig davon mit der Kamera einzufangen. Draußen gab es dann noch Sachen wie ein Fernseher der von den Pedalen eines Fahrrads angetrieben wurde, ein Klavier, dessen Tasten jeweils einen anderen Gegenstand zum klingen gebracht haben (wie Rasierer, alte Radios, Trommeln, ein sich drehender Perrückenhalter mit Perrücke und Glöckchen an den Haaren, etc.) und noch viel mehr. Es war erstaunlich, was man aus ein bisschen Müll, Draht und ungeahnter Kreativität so produzieren kann.
Dann kamen wir zum Beispiel noch am Slope Point vorbei: dem südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland, dort ist es weit näher zum Südpol als zum Äquator. Dort habe ich auch den stärksten Wind bisher in meinem Leben erlebt: du konntest kaum stehen und als wir eine Weile im Bus geblieben sind, hatte ich Angst, der Wind würde sogar diesem umstürzen, weil es so geschaukelt hat...
Geendet hat dieser Abschnitt der Reise in Invercargill, von Dunedin durch die Catlins kommend wieder die erste Stadt mit Einkaufs- und Tankmöglichkeiten.
Geschlafen haben wir ja auf unserer ganzen Reise in unserem Kleinbus: das Innere bestand im Prinzip aus einer kleinen Küchenzeile im Kofferraum und hinter den Sitzen waren drei große Kisten eingelassen, zum verstauen der Sachen. darauf konnte man wie auf zwei Bänken sitzen und in der Mitte war ein Tisch. Diesen konnte man ganz leicht herunterklappen und dann wurde das Ganze zu einer großen, flachen Fläche, die mit Matratzen zu belegen war: So hatten wir ein ziemlich gemütliches Bett. Wir haben uns aber natürlich nicht einfach an den Straßenrand gestellt, sondern haben die meiste Zeit auf so genannten DOC-Campingplätzen gestanden, dass sind Plätze von der "Department of Conservation" (Verwaltung der Nationalparks in Neuseeland), die meist ganz spartanisch mit einem Wasserhahn (Wasser muss vor dem Trinken gekocht werden) und einem (Plumps-)Klo ausgestattet. Dafür kostet das Stehen bzw. Zelten mit einem Zelt auf diesen Plätzen um die 6 Dollar pro Nacht/Person (ca. 3€), bezahlt wird meistens mit einem Schein in "Vertrauensboxen", da dort keine Arbeiter der DOC vor Ort sind. Diese Plätze sind ganz verstreut in ganz Neuseeland zu finden, oft etwas abgelegen, was meistens aber sehr schön war, zum Beispiel, direkt am Ufer auzuwachen, oder direkt am See oder auf dem Berg... Alle paar Tage sind wir dann mal für eine Nacht auf einen richtigen Campingplatz gefahren, um zu duschen, Wäsche zu waschen, Müll loszuwerden und so weiter...
Ok, unten seht ihr mal wieder ein paar Bilder in der Slideshow (made by Flo;), ich hoffe, sie gefallen euch, bald stell ich den nächsten Eintrag über den nächsten Abschnitt unserer Reise hier rein.
Bis ganz bald,
eure Freddy







Die Ausstellung in Papatowai:

Samstag, 9. April 2011

Nach einer Ewigkeit...

... melde ich mich endlich mal wieder auf diesem Weg!


Es ist viel passiert, seit dem ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich bin dann doch noch eine Weile im Old Countryhouse geblieben, habe eine kleine Reise in das 4 Stunden entfernte Dunedin gemacht (für 4 Tage), um mir dort vielleicht eine neue Arbeit zu suchen, doch es hat sich nichts vergleichbares angeboten. Also bin ich zurück nach Christchurch gefahren und habe dort nochmal für 3 Wochen gearbeitet, langsam hat sich meine alte "Truppe" aufgelöst und neue, nette Leute sind gekommen. Doch so langsam konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich mal wieder zu reisen, vor allem, wenn ich all die Reiseberichte von den Leuten im Hostel gehört hab, die bereits schon alles auf der wunderschönen Südinsel gesehen hatten.
Ich hab dann noch einen 3-Tage-Ausflug nach Arthurs Pass gemacht, dass ist zwischen Ost- und Westküste der Südinsel, ein Pass in den Alpen dort. Ich habe gezeltet und war Wandern.
Am Wochenende darauf war ich wieder zurück in Christchurch und es war endlich so weit: Flo und Franzi sind angekommen! Darauf hatte ich mich schon soooo lange gefreut!
Am ersten Tag sind wir zusammen in die Stadt gegangen, haben gequatscht und unsere bevorstehende Reise geplant. Am zweiten Tag sind wir dann aus dem Hostel ausgecheckt und sind zu "Wicked" gefahren, dem Autoverleih, bei dem wir für einen sehr guten Preis einen Kleinbus für 4-5 Wochen mieten wollten. Als wir den geholt hatten und gerade noch einkaufen und Tanken wollten, um uns darauf hin auf den Weg zu machen, ist das große Erdbeben passiert, von dem wahrscheinlich alle gehört haben. Obwohl es uns sehr Angst gemacht hat (Kontrollverlust) und vieles im Supermarkt auf uns hinauf gestürtzt ist, haben wir uns ein Glück nicht verletzt und wir konnten zwar an diesem tag nicht die Stadt verlassen (alle Straßen nach draußen gesperrt, kein Verkehrssystem, kein Strom etc.) aber wir waren so froh, dass wir bereits unseren Kleinbus hatten, den 2 Stunden später und wir hätten ihn nicht mehr bekommen, weil der ganze Hof, wie auch viele andere Teile der Stadt komplett unter Wasser standen (verursacht durch Platzen der Rohre des Grundwassers und die Risse im Beton) und zudem konnten wir in der Nacht, in der es viel zu wenig Unterkünfte für all die Menschen gab, die ihr Haus oder ihr Hotelzimmer verloren hatten, auf der Straße im Van/Bus schlafen. Die Innenstadt wurde innerhalb von ein paar Sekunden zu einer einzigen rauchenden Ruine und ist auch jetzt noch vollständig evakuiert ud nicht begehbar.
Am nächsten Tag konnten wir die Stadt verlassen und außerhalb Essen und Sprit besorgen. Dann sind wir auf zu unseren ersten Reisezielen: Mount Cook (der größte Berg in Australasien) und davor See Tekapo, ein wunderschöner, türkiser See inmitten von Bergen. 
Ich erzähle bald näheres, hier sind erstmal ein paar Fotos von dieser Zeit: