Von Dunedin sind wir dann weiter südlich zu den Catlins gefahren, dass ist ein Küstenabschnitt, bergig, mit tollen Stränden, Felsen, Höhlen, Regenwald, Wasserfällen, Robben, Pinguinen, Seelöwen, Muscheln...
Dort sind wir 3/4 Tage lang von einem Zeltplatz zum nächsten gefahren und haben uns tagsüber verschiedene Orte auf dem Weg angeguckt, zum Beispiel verschiedene Wasserfälle (zu denen man meist eine Weile gewandert ist), Höhlen in den Küstenfelsen, Aussichtspunkte, Strände (oft übersäht mit Robben oder Seelöwen, die sich im Sand oder in den Dünen ausruhen). Diese Seelöwen können ganz schön gewaltig sein: bis zu 3,50m lang und 450kg schwer (Männchen), wirken sie schon recht einschüchternd, wie sie da neben einem am Strand liegen. Doch sie sind eigentlich sehr harmlos, hauptsache man macht einen Bogen um sie, stellt sich nicht zwischen sie und das Ufer oder den Rest ihrer Gruppe oder stört sie in ihrem Schlaf.
In einem kleinen Ort namens Papatowai haben wir dann noch eine unheimlich tolle Ausstellung besucht, genannt "Lost Gipsy Gallery" von einem ganz kreativen Köpfchen der die verrücktesten Sachen erfunden/konstruiert hat: ein Sammler von allem, was andere Leute wegschmeißen. Seine Gallerie ist in einem alten, verrosteten Bus untergebracht und ist schwer zu beschreiben, ein absolutes Paradies für verrückte Köpfe, wohin man schaut. Ich habe versucht, ein wenig davon mit der Kamera einzufangen. Draußen gab es dann noch Sachen wie ein Fernseher der von den Pedalen eines Fahrrads angetrieben wurde, ein Klavier, dessen Tasten jeweils einen anderen Gegenstand zum klingen gebracht haben (wie Rasierer, alte Radios, Trommeln, ein sich drehender Perrückenhalter mit Perrücke und Glöckchen an den Haaren, etc.) und noch viel mehr. Es war erstaunlich, was man aus ein bisschen Müll, Draht und ungeahnter Kreativität so produzieren kann.
Dann kamen wir zum Beispiel noch am Slope Point vorbei: dem südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland, dort ist es weit näher zum Südpol als zum Äquator. Dort habe ich auch den stärksten Wind bisher in meinem Leben erlebt: du konntest kaum stehen und als wir eine Weile im Bus geblieben sind, hatte ich Angst, der Wind würde sogar diesem umstürzen, weil es so geschaukelt hat...
Dann kamen wir zum Beispiel noch am Slope Point vorbei: dem südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland, dort ist es weit näher zum Südpol als zum Äquator. Dort habe ich auch den stärksten Wind bisher in meinem Leben erlebt: du konntest kaum stehen und als wir eine Weile im Bus geblieben sind, hatte ich Angst, der Wind würde sogar diesem umstürzen, weil es so geschaukelt hat...
Geendet hat dieser Abschnitt der Reise in Invercargill, von Dunedin durch die Catlins kommend wieder die erste Stadt mit Einkaufs- und Tankmöglichkeiten.
Geschlafen haben wir ja auf unserer ganzen Reise in unserem Kleinbus: das Innere bestand im Prinzip aus einer kleinen Küchenzeile im Kofferraum und hinter den Sitzen waren drei große Kisten eingelassen, zum verstauen der Sachen. darauf konnte man wie auf zwei Bänken sitzen und in der Mitte war ein Tisch. Diesen konnte man ganz leicht herunterklappen und dann wurde das Ganze zu einer großen, flachen Fläche, die mit Matratzen zu belegen war: So hatten wir ein ziemlich gemütliches Bett. Wir haben uns aber natürlich nicht einfach an den Straßenrand gestellt, sondern haben die meiste Zeit auf so genannten DOC-Campingplätzen gestanden, dass sind Plätze von der "Department of Conservation" (Verwaltung der Nationalparks in Neuseeland), die meist ganz spartanisch mit einem Wasserhahn (Wasser muss vor dem Trinken gekocht werden) und einem (Plumps-)Klo ausgestattet. Dafür kostet das Stehen bzw. Zelten mit einem Zelt auf diesen Plätzen um die 6 Dollar pro Nacht/Person (ca. 3€), bezahlt wird meistens mit einem Schein in "Vertrauensboxen", da dort keine Arbeiter der DOC vor Ort sind. Diese Plätze sind ganz verstreut in ganz Neuseeland zu finden, oft etwas abgelegen, was meistens aber sehr schön war, zum Beispiel, direkt am Ufer auzuwachen, oder direkt am See oder auf dem Berg... Alle paar Tage sind wir dann mal für eine Nacht auf einen richtigen Campingplatz gefahren, um zu duschen, Wäsche zu waschen, Müll loszuwerden und so weiter...
Ok, unten seht ihr mal wieder ein paar Bilder in der Slideshow (made by Flo;), ich hoffe, sie gefallen euch, bald stell ich den nächsten Eintrag über den nächsten Abschnitt unserer Reise hier rein.
Bis ganz bald,
eure Freddy
Die Ausstellung in Papatowai:
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