Und schon kommt der nächste Eintrag...
Da ich nicht weiß, ob ich in den nächsten Tagen wieder so gut und billig (Bibliothek hat hier 10 Stunden freies Internet...) ins Internet komme, dachte ich, ich nutze meine letzten Stunden, um mit meinen Reiseberichten weiter zu kommen.
Nach den Catlins sind wir dann also nach Invercargill gefahren und waren damit am südlichsten Süden der Südinsel Neuseelands angekommen (Stewart Island ausgenommen). Wir haben dort eine Nacht übernachtet, eingekauft und getankt. Abends haben wir wie an den meisten Abenden wie verrückt "Skull" gespielt, ein Kartenspiel, von dem wir regelrecht süchtig geworden waren (nach Rommé und Canasta). An diesem Abend um Mitternacht haben wir auch Flos mein 2-Jähriges gefeiert! :D
Am nächsten Tag sind wir Richtung Fjordland aufgebrochen - genauer gesagt Te Anau, der einzig wirkliche Ort in dieser dünn besiedelten Gegend, die größtenteils aus für Menschen nicht erreichbarer, unberührter und geschützter Natur besteht.
Wir haben mal wieder eine Nacht auf einem DOC-Campingplatz außerhalb von Te Anau geschlafen und am nächsten Tag gings früh los (mit Packen und Essen vorkochen), denn Flo und ich hatten Großes vor: Die 3- bis 4-tägige Wanderung des Kepler-Tracks!
Der Kepler Track ist neben dem Milford und Routeburn Track der bekannteste Wanderweg Neuseelands und für die meisten Naturliebhaber und sportlichen Reisenden ein Muss. Er ist 60 km lang. ist ein Rundweg, der in Te Anau anfängt und aufhört und welcher durch die verschiedensten Vegetationen führt. Schlafen tut man entweder im Zelt auf bestimmten Plätzen der DOC oder in deren Hütten, die aber relativ teuer sind. Es gibt auf dem Weg nichts - außer Natur: keine Straßen, keine Läden, keine Hotels, keine Duschen, kein Strom, keine Mülleimer. Es führt eben direkt durch den Fjordland National Park. So mussten wir natürlich auch alles mit im Rucksack haben: Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Anziehsachen, Erste-Hilfe-Kästchen, Essen, Wasser, Kocher, Geschirr und Besteck.... Also insgesamt ein Gewicht von 12-15kg auf dem Rücken.
Franzi hat uns bis zum Anfangspunkt des Wanderwegs gefahren und dann waren wir plötzlich mitten in der Natur, ganz allein.
Tag 1
Die ersten 1 1/2- 2 Stunden führten durch den Urwald, flach und wunderschön am Ufer des Sees von Te Anau. Dann wurde es steiler und für die nächsten 4 Stunden ging es durch den Wald weiter bergauf - an diesem Tag um die 1100m hoch, bis wir das Ende des Waldes errreichten und auf den offenen Wiesen des Berghanges einen tollen Blick über die Landschaft hatten: über den See Te Anau, weit über Te Anau hinweg, um die 120km weit reichte die Sicht - und das in jede Richtung. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir unsere Unterkunft für die Nacht: "Luxmore Hut", diese Hütte war für die erste Nacht die einzige Schlafmöglichkeit, da dort oben natürlich das Campen verboten haben. Und wirklich wehten abends ein so starker Wind, vermischt mit peitschendem Regen, dass wir froh waren, drinnen zu sein. Diese Hütten sind nur mit dem Allernötigsten ausgestattet: Toiletten, einem Gemeinschaftsraum mit Tischen, Bänken, Spülbecken und Gaskochplatten, und Gemeinschaftsschlafräume (bis zu 50 Personen) mit breiten Doppelstockbetten (1-3 Personen) , bestehend aus einer Holzplatte und einer Sportmatte als Matratze.
Wir haben uns also erstmal in unsere Schlafsäcke gekuschelt und haben uns nach dem anstrengenden Aufstieg ein wenig ausgeruht. Danach gab es Reis mit einer Curry-Gemüsesauße und einem kleinen Kaffee.
Tag 2
Bevor wir am nächsten Tag weitergewandert sind, haben wir von unserer Hütte aus erstmal einen Abstecher zu den nahe gelegenen "Luxmore Caves" gemacht, Höhlen, in denen man gut ausgerüstet (vor allem mit Taschenlampen) hineinkriechen konnte. Das war schon beeindruckend, all diese verschiedenen Gesteine, wie sie von der Decke tropfen oder auf dem Grund vom kleinen Bächlein abgewaschen werden. Die Höhlen werden immer tiefer und enger, man kann garnicht sagen, wie lang sie genau sind oder auch nur, wie weit wir hinein geklettert sind,man verliert einen Sinn für die Entfernung da drin. Es waren vielleicht um die 100m.
Dann sind wir zu unserer Hütte zurück, haben unsere Rucksäcke aufgesetzt und sind weiter gewandert. Es ging weiter hoch: bis wir die Spitze des 1450m hohen Mt Luxmore erreicht hatten. Von dort sind wir dann die einzelnen Spitzen und Berghänge hoch und runter gewandert: dabei haben sich mehr als atemberaubende 360°-Aussichten auf das um uns herum liegende Fjordland ergeben! Wir waren auf einer Höhe mit all den anderen Bergspitzen um uns herum und haben herunter geschaut auf die Seen und Fluss/Meerläufe zwischen den ganzen Landzungen (hat mich sehr an meine Vorstellung von Norwegen erinnert). Es war mit Sicherheit die schönste Natur, die ich je gesehen habe! Die Wolken unter uns und um uns herum, ab und zu fing es an, bei dem Sonnenschein ein wenig zu schneien, was wundervoll war! Ich hätte tausende von Fotos machen können. Und wieder mal ging es mir so, dass die Aussicht noch schöner wurde durch das Wissen, dass man dort nicht gerade mit dem Helikopter hoch geflogen oder mit dem Auto hoch gefahren ist: nein, man ist die 1400m selbst hinauf gestiegen, hat all seine Kräfte zusammen genommen und hat sich und alles, was man für 3 Tage in der Natur braucht, diesen Berg hochgeschleppt. Und dies war nun wie die wundervollste Belohnung überhaupt...
Nachdem wir ca. 4 Stunden die Berghänge und Spitzen entlang gewandert waren, ging es wieder bergab, auf der anderen Seite. Anders als viele erwarten, ist der steile Abstieg (vor allem mit viel Gepäck und für Stunden) mindestens genauso anstengend, wenn nicht noch schlimmer als der Aufstieg: alles Gewicht lastet auf den Gelenken, man knickt um, macht ruckartige Bewegungen, "fällt und stößt" eher auf, als das man geht oder steigt.
Kurz vor der Dämmerung erreichten wir dann den "Iris Burn"-Campingplatz, daneben die dazu gehörige Hütte. Wir bauten das Zelt auf und wollte gerade etwas kochen - als der Kocher außer Kontrolle geriet und wir ein kleinen Unfall mit dem Zelt hatten: es war nun zu großen Teilen weggeschmolzen... Ein Glück konnten wir die meisten unserer Sachen noch retten und als die DOC-Rangerin der Hütte kam (Janet), erfuhren wir tolle Hilfsbereitschaft: sie gab uns ein Zelt, dass andere Wanderer da gelassen hatten, baute es mit uns auf uns lud uns dann in ihre kleine Hütte zum Abendbrot und eine heiße Tasse Schokolade ein. So verbrachten wir den Abend bei ihr, quatschten und hatten sogar die Chance, zu duschen.
Tag 3
Wir ließen das Zelt bei Janet und wanderten die letzten ca. 7 Stunden durch den Busch zum sogenannte "Rainbow Reach", dem Punkt der Strecke, an dem man wieder an die Landstraße und einem Parkplatz kommt. Dieser Tag war zwar sehr simpel zu wandern (eigentlich nur durch den Wald und der Weg war auch relativ flach) doch auch sehr lang und nach den sehr anstrengenden vorangegangenen Tagen und einer Nacht, in der wir nicht gut geschlafen hatten, machte sich große Erschöpfung spürbar und wir konnten es irgendwann gar nicht mehr erwarten, wieder sitzen und liegen und entspannen zu können.
Am "Rainbow Reach" erwartete uns schon Franzi mit dem Bus und fuhr uns zurück nach Te Anau, wo wir in einem Campingpark noch ein wenig gekocht haben, ein kleines Bierchen getrunken, geduscht haben... und dann in die Kissen gesunken sind.
Es war also im Großen und Ganzen eine wunderbare Erfahrung, atemberaubende Natur, eine stolz gemeisterte Herausforderung und 3 wirklich tolle Tage mit Flo!
Hier sind ein paar der Bilder:
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Donnerstag, 14. April 2011
Mittwoch, 13. April 2011
The Catlins
Von Mount Cook aus sind wir dann nach Dunedin gefahren, wo ich ja ein paar Wochen vorher schon allein war, es ist ganz schön dort, viele Cafés, eine große Musikszene und schottische Architektur. Die meiste Zeit haben wir aber auf der Halbinsel vor Dunedin verbracht (Otago Peninsula), wo es schöne Strände und tolle Aussichten von den Bergen auf die Buchten gibt.
Die Ausstellung in Papatowai:
Von Dunedin sind wir dann weiter südlich zu den Catlins gefahren, dass ist ein Küstenabschnitt, bergig, mit tollen Stränden, Felsen, Höhlen, Regenwald, Wasserfällen, Robben, Pinguinen, Seelöwen, Muscheln...
Dort sind wir 3/4 Tage lang von einem Zeltplatz zum nächsten gefahren und haben uns tagsüber verschiedene Orte auf dem Weg angeguckt, zum Beispiel verschiedene Wasserfälle (zu denen man meist eine Weile gewandert ist), Höhlen in den Küstenfelsen, Aussichtspunkte, Strände (oft übersäht mit Robben oder Seelöwen, die sich im Sand oder in den Dünen ausruhen). Diese Seelöwen können ganz schön gewaltig sein: bis zu 3,50m lang und 450kg schwer (Männchen), wirken sie schon recht einschüchternd, wie sie da neben einem am Strand liegen. Doch sie sind eigentlich sehr harmlos, hauptsache man macht einen Bogen um sie, stellt sich nicht zwischen sie und das Ufer oder den Rest ihrer Gruppe oder stört sie in ihrem Schlaf.
In einem kleinen Ort namens Papatowai haben wir dann noch eine unheimlich tolle Ausstellung besucht, genannt "Lost Gipsy Gallery" von einem ganz kreativen Köpfchen der die verrücktesten Sachen erfunden/konstruiert hat: ein Sammler von allem, was andere Leute wegschmeißen. Seine Gallerie ist in einem alten, verrosteten Bus untergebracht und ist schwer zu beschreiben, ein absolutes Paradies für verrückte Köpfe, wohin man schaut. Ich habe versucht, ein wenig davon mit der Kamera einzufangen. Draußen gab es dann noch Sachen wie ein Fernseher der von den Pedalen eines Fahrrads angetrieben wurde, ein Klavier, dessen Tasten jeweils einen anderen Gegenstand zum klingen gebracht haben (wie Rasierer, alte Radios, Trommeln, ein sich drehender Perrückenhalter mit Perrücke und Glöckchen an den Haaren, etc.) und noch viel mehr. Es war erstaunlich, was man aus ein bisschen Müll, Draht und ungeahnter Kreativität so produzieren kann.
Dann kamen wir zum Beispiel noch am Slope Point vorbei: dem südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland, dort ist es weit näher zum Südpol als zum Äquator. Dort habe ich auch den stärksten Wind bisher in meinem Leben erlebt: du konntest kaum stehen und als wir eine Weile im Bus geblieben sind, hatte ich Angst, der Wind würde sogar diesem umstürzen, weil es so geschaukelt hat...
Dann kamen wir zum Beispiel noch am Slope Point vorbei: dem südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland, dort ist es weit näher zum Südpol als zum Äquator. Dort habe ich auch den stärksten Wind bisher in meinem Leben erlebt: du konntest kaum stehen und als wir eine Weile im Bus geblieben sind, hatte ich Angst, der Wind würde sogar diesem umstürzen, weil es so geschaukelt hat...
Geendet hat dieser Abschnitt der Reise in Invercargill, von Dunedin durch die Catlins kommend wieder die erste Stadt mit Einkaufs- und Tankmöglichkeiten.
Geschlafen haben wir ja auf unserer ganzen Reise in unserem Kleinbus: das Innere bestand im Prinzip aus einer kleinen Küchenzeile im Kofferraum und hinter den Sitzen waren drei große Kisten eingelassen, zum verstauen der Sachen. darauf konnte man wie auf zwei Bänken sitzen und in der Mitte war ein Tisch. Diesen konnte man ganz leicht herunterklappen und dann wurde das Ganze zu einer großen, flachen Fläche, die mit Matratzen zu belegen war: So hatten wir ein ziemlich gemütliches Bett. Wir haben uns aber natürlich nicht einfach an den Straßenrand gestellt, sondern haben die meiste Zeit auf so genannten DOC-Campingplätzen gestanden, dass sind Plätze von der "Department of Conservation" (Verwaltung der Nationalparks in Neuseeland), die meist ganz spartanisch mit einem Wasserhahn (Wasser muss vor dem Trinken gekocht werden) und einem (Plumps-)Klo ausgestattet. Dafür kostet das Stehen bzw. Zelten mit einem Zelt auf diesen Plätzen um die 6 Dollar pro Nacht/Person (ca. 3€), bezahlt wird meistens mit einem Schein in "Vertrauensboxen", da dort keine Arbeiter der DOC vor Ort sind. Diese Plätze sind ganz verstreut in ganz Neuseeland zu finden, oft etwas abgelegen, was meistens aber sehr schön war, zum Beispiel, direkt am Ufer auzuwachen, oder direkt am See oder auf dem Berg... Alle paar Tage sind wir dann mal für eine Nacht auf einen richtigen Campingplatz gefahren, um zu duschen, Wäsche zu waschen, Müll loszuwerden und so weiter...
Ok, unten seht ihr mal wieder ein paar Bilder in der Slideshow (made by Flo;), ich hoffe, sie gefallen euch, bald stell ich den nächsten Eintrag über den nächsten Abschnitt unserer Reise hier rein.
Bis ganz bald,
eure Freddy
Die Ausstellung in Papatowai:
Samstag, 9. April 2011
Nach einer Ewigkeit...
... melde ich mich endlich mal wieder auf diesem Weg!
Es ist viel passiert, seit dem ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich bin dann doch noch eine Weile im Old Countryhouse geblieben, habe eine kleine Reise in das 4 Stunden entfernte Dunedin gemacht (für 4 Tage), um mir dort vielleicht eine neue Arbeit zu suchen, doch es hat sich nichts vergleichbares angeboten. Also bin ich zurück nach Christchurch gefahren und habe dort nochmal für 3 Wochen gearbeitet, langsam hat sich meine alte "Truppe" aufgelöst und neue, nette Leute sind gekommen. Doch so langsam konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich mal wieder zu reisen, vor allem, wenn ich all die Reiseberichte von den Leuten im Hostel gehört hab, die bereits schon alles auf der wunderschönen Südinsel gesehen hatten.
Ich hab dann noch einen 3-Tage-Ausflug nach Arthurs Pass gemacht, dass ist zwischen Ost- und Westküste der Südinsel, ein Pass in den Alpen dort. Ich habe gezeltet und war Wandern.
Am Wochenende darauf war ich wieder zurück in Christchurch und es war endlich so weit: Flo und Franzi sind angekommen! Darauf hatte ich mich schon soooo lange gefreut!
Am ersten Tag sind wir zusammen in die Stadt gegangen, haben gequatscht und unsere bevorstehende Reise geplant. Am zweiten Tag sind wir dann aus dem Hostel ausgecheckt und sind zu "Wicked" gefahren, dem Autoverleih, bei dem wir für einen sehr guten Preis einen Kleinbus für 4-5 Wochen mieten wollten. Als wir den geholt hatten und gerade noch einkaufen und Tanken wollten, um uns darauf hin auf den Weg zu machen, ist das große Erdbeben passiert, von dem wahrscheinlich alle gehört haben. Obwohl es uns sehr Angst gemacht hat (Kontrollverlust) und vieles im Supermarkt auf uns hinauf gestürtzt ist, haben wir uns ein Glück nicht verletzt und wir konnten zwar an diesem tag nicht die Stadt verlassen (alle Straßen nach draußen gesperrt, kein Verkehrssystem, kein Strom etc.) aber wir waren so froh, dass wir bereits unseren Kleinbus hatten, den 2 Stunden später und wir hätten ihn nicht mehr bekommen, weil der ganze Hof, wie auch viele andere Teile der Stadt komplett unter Wasser standen (verursacht durch Platzen der Rohre des Grundwassers und die Risse im Beton) und zudem konnten wir in der Nacht, in der es viel zu wenig Unterkünfte für all die Menschen gab, die ihr Haus oder ihr Hotelzimmer verloren hatten, auf der Straße im Van/Bus schlafen. Die Innenstadt wurde innerhalb von ein paar Sekunden zu einer einzigen rauchenden Ruine und ist auch jetzt noch vollständig evakuiert ud nicht begehbar.
Am nächsten Tag konnten wir die Stadt verlassen und außerhalb Essen und Sprit besorgen. Dann sind wir auf zu unseren ersten Reisezielen: Mount Cook (der größte Berg in Australasien) und davor See Tekapo, ein wunderschöner, türkiser See inmitten von Bergen.
Ich erzähle bald näheres, hier sind erstmal ein paar Fotos von dieser Zeit:
Es ist viel passiert, seit dem ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich bin dann doch noch eine Weile im Old Countryhouse geblieben, habe eine kleine Reise in das 4 Stunden entfernte Dunedin gemacht (für 4 Tage), um mir dort vielleicht eine neue Arbeit zu suchen, doch es hat sich nichts vergleichbares angeboten. Also bin ich zurück nach Christchurch gefahren und habe dort nochmal für 3 Wochen gearbeitet, langsam hat sich meine alte "Truppe" aufgelöst und neue, nette Leute sind gekommen. Doch so langsam konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich mal wieder zu reisen, vor allem, wenn ich all die Reiseberichte von den Leuten im Hostel gehört hab, die bereits schon alles auf der wunderschönen Südinsel gesehen hatten.
Ich hab dann noch einen 3-Tage-Ausflug nach Arthurs Pass gemacht, dass ist zwischen Ost- und Westküste der Südinsel, ein Pass in den Alpen dort. Ich habe gezeltet und war Wandern.
Am Wochenende darauf war ich wieder zurück in Christchurch und es war endlich so weit: Flo und Franzi sind angekommen! Darauf hatte ich mich schon soooo lange gefreut!
Am ersten Tag sind wir zusammen in die Stadt gegangen, haben gequatscht und unsere bevorstehende Reise geplant. Am zweiten Tag sind wir dann aus dem Hostel ausgecheckt und sind zu "Wicked" gefahren, dem Autoverleih, bei dem wir für einen sehr guten Preis einen Kleinbus für 4-5 Wochen mieten wollten. Als wir den geholt hatten und gerade noch einkaufen und Tanken wollten, um uns darauf hin auf den Weg zu machen, ist das große Erdbeben passiert, von dem wahrscheinlich alle gehört haben. Obwohl es uns sehr Angst gemacht hat (Kontrollverlust) und vieles im Supermarkt auf uns hinauf gestürtzt ist, haben wir uns ein Glück nicht verletzt und wir konnten zwar an diesem tag nicht die Stadt verlassen (alle Straßen nach draußen gesperrt, kein Verkehrssystem, kein Strom etc.) aber wir waren so froh, dass wir bereits unseren Kleinbus hatten, den 2 Stunden später und wir hätten ihn nicht mehr bekommen, weil der ganze Hof, wie auch viele andere Teile der Stadt komplett unter Wasser standen (verursacht durch Platzen der Rohre des Grundwassers und die Risse im Beton) und zudem konnten wir in der Nacht, in der es viel zu wenig Unterkünfte für all die Menschen gab, die ihr Haus oder ihr Hotelzimmer verloren hatten, auf der Straße im Van/Bus schlafen. Die Innenstadt wurde innerhalb von ein paar Sekunden zu einer einzigen rauchenden Ruine und ist auch jetzt noch vollständig evakuiert ud nicht begehbar.
Am nächsten Tag konnten wir die Stadt verlassen und außerhalb Essen und Sprit besorgen. Dann sind wir auf zu unseren ersten Reisezielen: Mount Cook (der größte Berg in Australasien) und davor See Tekapo, ein wunderschöner, türkiser See inmitten von Bergen.
Ich erzähle bald näheres, hier sind erstmal ein paar Fotos von dieser Zeit:
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